Pronation und Supination was ist der Unterschied

Pronation & Supination – was sie bedeuten und wie dein Fuß sich natürlich bewegt

Pronation & Supination

Vielleicht hast du die Begriffe Pronation und Supination schon einmal beim Schuhkauf, beim Laufen oder im Zusammenhang mit Fußfehlstellungen gehört. Besonders die Pronation bekommt dabei schnell einen schlechten Ruf: „Du pronierst zu stark“, „Du brauchst eine Pronationsstütze“ oder „Dein Fuß knickt nach innen“.

Dabei ist Pronation zunächst einmal nichts Schlechtes.

Ganz im Gegenteil: Pronation und Supination gehören zur natürlichen Bewegung unseres Fußes. Beide Bewegungen spielen beim Bodenkontakt, beim Abrollen und beim anschließenden Abdruck eine Rolle. Entscheidend ist deshalb nicht die Frage, ob dein Fuß proniert oder supiniert – sondern wie diese Bewegungen im Zusammenspiel mit deinem gesamten Körper ablaufen.

Schauen wir uns das einmal genauer an. 👣

Dr. med. Martin Weiß über Pronationsstütze

Doghammer Barfußschuhe

Was ist Pronation?

Pronation beschreibt vereinfacht eine natürliche Einwärtsbewegung des Fußes während des Abrollens. Dabei verändert sich die Stellung des Fußes so, dass er sich dem Untergrund anpassen und Belastungen aufnehmen kann.

Das ist wichtig, denn unser Fuß landet beim Gehen oder Laufen nicht einfach starr auf dem Boden. Nach dem ersten Bodenkontakt muss er mit den auftretenden Kräften umgehen und sich gleichzeitig an den Untergrund anpassen.

Die Pronation unterstützt genau diesen Vorgang und steht unter anderem mit Stoßdämpfung und Bodenkontakt in Zusammenhang.

Das Wichtigste dabei:

Pronation ist grundsätzlich eine normale Bewegung des Fußes die mit Barfußschuhen von Doghammer nicht verhindert wird..

Wenn dein Fuß beim Abrollen also etwas nach innen bewegt, bedeutet das nicht automatisch, dass etwas falsch läuft.

Pronationsdarstellung
Supination

Was ist Supination?

Die Supination ist vereinfacht die Gegenbewegung zur Pronation. Dabei bewegt sich der Fuß eher nach außen und wird wieder stabiler.

Diese Bewegung spielt insbesondere eine Rolle, wenn wir uns nach dem Abrollen wieder vom Boden abdrücken. Der Fuß verändert also während eines einzigen Schrittes seine Funktion.

Beim Bodenkontakt muss er sich anpassen und Kräfte aufnehmen können. Beim anschließenden Abdruck braucht er dagegen wieder mehr Stabilität, damit Kraft auf den Boden übertragen werden kann.

Genau hier zeigt sich, warum Pronation und Supination nicht getrennt voneinander betrachtet werden sollten. Im Briefing wird Supination deshalb ausdrücklich als natürlicher Gegenspieler der Pronation beschrieben.

barfuß wanderschuh im geländeinsatz

Pronation & Supination – ein eingespieltes Team

Stell dir deinen Fuß nicht wie ein starres Bauteil vor, sondern eher wie eine Konstruktion, die sich ständig anpassen kann.

Beim Gehen wechseln sich Pronation und Supination fließend ab. Es gibt dabei keinen Schalter, der von „Pronation“ auf „Supination“ springt. Vielmehr entstehen Übergänge innerhalb einer komplexen Bewegung.

Und diese Bewegung endet nicht am Knöchel.

Fuß, Sprunggelenk, Knie, Hüfte und Rumpf beeinflussen sich gegenseitig. Dieses Zusammenspiel unterstützen Barfußschuhe von Doghammer. Verändert sich die Bewegung an einer Stelle, kann sich das innerhalb dieser Bewegungskette auch an anderen Stellen bemerkbar machen.

Deshalb ist es schwierig, allein anhand einer einzelnen Fußbewegung zu sagen:

„Das ist richtig.“ oder „Das ist falsch.“

Wie viel Pronation oder Supination sinnvoll ist, hängt unter anderem von der jeweiligen Bewegung, dem Untergrund und der individuellen Anatomie ab.

Maximilian denkt über Pronation und Supination nach

Fußfehlstellungen - Dr. med. Martin Weiß spricht darüber

Überpronation Fuß knickt zu stark nach innen ein

Was bedeutet Überpronation?

Jetzt wird es spannend. Denn vermutlich hast du nicht nur von Pronation, sondern auch schon von Überpronation gehört.

Damit wird üblicherweise eine besonders ausgeprägte bzw. länger anhaltende Einwärtsbewegung des Fußes während des Bewegungsablaufs beschrieben.

Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass eine Überpronation eine behandlungsbedürftige Fußfehlstellung oder die Ursache von Beschwerden ist.

Genau deshalb sollten wir nicht nur anschauen, wie weit sich ein Fuß bewegt, sondern auch, in welchem Zusammenhang diese Bewegung stattfindet.

Eine Rolle können beispielsweise die Aktivität der Muskulatur, die Wahrnehmung des Fußes, persönliche Bewegungsgewohnheiten oder der Untergrund spielen.
Der menschliche Körper ist eben keine Maschine, bei der für jedes Gelenk ein einziges perfektes Bewegungsmaß existiert.

Und was ist eine Pronationsstütze?

Wer sich mit Laufschuhen beschäftigt, begegnet diesem Begriff ziemlich schnell.

Eine Pronationsstütze ist ein konstruktives Element eines Schuhs oder einer Einlage, das die Einwärtsbewegung des Fußes beeinflussen bzw. begrenzen soll. Solche Elemente kommen beispielsweise in bestimmten Laufschuhen oder orthopädischen Einlagen zum Einsatz.

Früher wurde dabei häufig relativ einfach gedacht:

Pronation = schlecht. Pronationsstütze = gut.

So einfach lässt sich die Bewegung des Fußes aber nicht beurteilen.

Pronationsstütze Einlage
Ist eine Pronationsstütze sinnvoll

Ist eine Pronationsstütze sinnvoll oder problematisch?

Darauf gibt es keine pauschale Antwort.

Eine Pronationsstütze kann in bestimmten Situationen gezielt eingesetzt werden und kurzfristig Unterstützung bieten. Gleichzeitig sollte immer betrachtet werden, warum sie eingesetzt wird und welches Ziel damit verfolgt wird.

Entscheidend sind also der individuelle Kontext, das Bewegungsverhalten und mögliche Beschwerden – nicht allein die Tatsache, dass ein Fuß proniert.

Genau deshalb sieht auch unser Briefing hier bewusst kein pauschales Ja oder Nein vor.  Jedoch können Barfußschuhe von Doghammer für Herren aber auch für Frauen deine Muskulatur wieder so weit stärken, dass du eine Pronationsstütze abtrainieren kannst.

Wer Beschwerden hat oder unsicher ist, sollte die eigene Bewegung deshalb nicht allein anhand eines Schuhs oder eines Internet-Selbsttests beurteilen, sondern sich gegebenenfalls Unterstützung von einer entsprechend qualifizierten Fachperson holen.

Wie erkenne ich meine natürliche Fußbewegung?

Vielleicht möchtest du jetzt direkt wissen:

„Okay – und wie proniert eigentlich mein Fuß?“

Du kannst deine Bewegung durchaus einmal bewusst beobachten.

Schau beispielsweise beim langsamen Gehen darauf, wie dein Fuß den Boden berührt und wie sich dein Gewicht anschließend über den Fuß bewegt. Auch unterschiedliche Untergründe können interessant sein, weil dein Fuß ständig auf neue Reize reagieren muss.

Dabei geht es allerdings nicht darum, vor dem Spiegel eine medizinische Diagnose zu stellen.

Eine Abrollspur oder die Stellung des Fußes kann Hinweise darauf geben, wie du dich bewegst – sie sagt allein aber noch nicht, ob diese Bewegung problematisch ist. Genau vor einem medizinischen Selbsttest warnt auch das Briefing ausdrücklich.

Wenn du Schmerzen hast oder dir bei deinem Gangbild etwas auffällt, sollte eine fachkundige Person die Bewegung im Zusammenhang betrachten.

natürliche Fußbewegung
Die eigene Wahrnehmung ist wichtig

Warum Wahrnehmung und natürliche Bewegung so wichtig sind

Unsere Füße sind nicht nur dafür da, uns irgendwie von A nach B zu bringen.

Über den Kontakt mit dem Boden bekommen sie ständig Informationen über den Untergrund. Diese Sensorik hilft unserem Körper dabei, Bewegungen anzupassen und auf unterschiedliche Situationen zu reagieren.

Hart oder weich? Eben oder uneben? Stabil oder rutschig?

Unser Körper verarbeitet diese Informationen permanent.

Deshalb hängen Bodenkontakt, Wahrnehmung, Fußmuskulatur und Bewegung eng miteinander zusammen. Auch diese Verbindung zwischen Sensorik, Feedback des Bodens und Muskulatur bildet einen zentralen Punkt des Briefings.

Und genau deshalb lohnt es sich, den eigenen Füßen gelegentlich Aufmerksamkeit zu schenken – nicht mit dem Ziel, jeden Schritt zu kontrollieren, sondern um die eigene Bewegung besser kennenzulernen.

80 % der Deutschen haben Fußprobleme

Unsere Empfehlung: Beobachten statt bewerten

Pronation und Supination sind keine Gegner.

Sie sind Bestandteile eines Bewegungsablaufs, bei dem sich unser Fuß immer wieder anpasst, stabilisiert und vom Boden abdrückt. Genau diesen Prozess unterstützen Barfußschuhe von Doghammer und bieten deinem Fuß Schutz vor Verletzungen ohne ihn dabei in seiner Bewegung einzuschränken.

Deshalb sollten wir nicht jede Einwärtsbewegung sofort als Fehlstellung und nicht jede Abweichung von einem vermeintlich perfekten Gangbild als Problem betrachten.

Viel spannender ist die Frage:

Kann sich dein Fuß an unterschiedliche Situationen anpassen?

Denn Bewegung ist individuell. Und eine einzelne Bewegung ist weder automatisch gut noch schlecht – entscheidend ist immer der Zusammenhang, in dem sie stattfindet.

Fazit: Dein Fuß darf sich bewegen

Pronation und Supination gehören zur natürlichen Bewegung des Fußes. Entscheidend ist nicht, eine dieser Bewegungen zu verhindern, sondern sie im Zusammenhang mit dem gesamten Bewegungsablauf zu betrachten.

Unser Körper ist kein starres System. Fuß, Knie, Hüfte und Rumpf arbeiten als Bewegungskette zusammen und reagieren auf Untergrund, Geschwindigkeit und Belastung.

Oder etwas weniger wissenschaftlich gesagt:

Deine Füße dürfen sich bewegen. Genau dafür sind sie gemacht. 👣

Doghammer Barfußschuhe

FAQ: Häufige Fragen zu Pronation & Supination

1. Ist Pronation im Fuß normal?

Ja. Pronation ist grundsätzlich Bestandteil der natürlichen Abrollbewegung des Fußes. Sie unterstützt die Anpassung an den Untergrund und steht mit der Aufnahme von Belastungen beim Bodenkontakt in Zusammenhang. Eine Pronation allein ist deshalb noch keine Fehlstellung.

2. Was ist der Unterschied zwischen Pronation und Supination?

Bei der Pronation bewegt sich der Fuß vereinfacht gesagt eher nach innen und kann sich dem Untergrund anpassen. Bei der Supination bewegt er sich eher nach außen und gewinnt Stabilität für den Abdruck. Beide Bewegungen gehören zum natürlichen Bewegungsablauf.

3. Was bedeutet Überpronation?

Als Überpronation wird eine besonders ausgeprägte oder länger anhaltende Einwärtsbewegung des Fußes bezeichnet. Ob sie relevant ist, hängt vom individuellen Bewegungsablauf, möglichen Beschwerden und weiteren Faktoren ab. Sie sollte deshalb nicht automatisch als Problem bewertet werden.

4. Was ist eine Pronationsstütze?

Eine Pronationsstütze ist ein Element in bestimmten Schuhen oder Einlagen, das die Einwärtsbewegung des Fußes beeinflussen beziehungsweise begrenzen soll. Ob eine solche Unterstützung sinnvoll ist, lässt sich nicht pauschal beantworten und hängt vom jeweiligen Einsatz und individuellen Kontext ab.

5. Brauche ich bei Überpronation automatisch eine Pronationsstütze?

Nein, allein die Beobachtung einer ausgeprägten Pronation bedeutet nicht automatisch, dass eine Pronationsstütze notwendig ist. Bei Beschwerden oder Unsicherheit sollte die gesamte Bewegung von einer entsprechend qualifizierten Fachperson beurteilt werden.

6. Kann ich Pronation und Supination selbst erkennen?

Du kannst dein Gangbild und deine Abrollbewegung beobachten. Daraus lässt sich allerdings keine zuverlässige medizinische Diagnose ableiten. Besonders bei Schmerzen oder Unsicherheiten ist eine professionelle Beurteilung sinnvoll.

Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar